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Son

10.

Juni

Ironman 70.3 Rapperswil-Jona - 2018
Geschrieben von: Karen Kleiner   

An diesem Wochenende war es wieder so weit: eines der Höhepunkte der Schweizer Triathleten stand auf dem Programm mit dem Ironman 70.3 Rapperswil-Jona. Und wie immer waren auch zahlreiche Athleten des Tri Team Limmattals mit von der Partie!

Angemeldet hatten sich Barbara Kuster, Nicole Schrade, Daniela Keller, Sonja Blum, Remo Weber, Domenico Di Sevo, Thomas Mettler und - quasi klammheimlich - Jörg Leimgruber. Sie alle wollten den gesamten Halbironman in Angriff nehmen. In der Kategorie Relay (Team) standen mit Sven Heger, Salvi Valenti und Karen Kleiner das Team "Tri Team Limmattal" am Start und Kurt Brawand hatte sich mit seinem Sohn auch in der Team-Kategorie angemeldet.

Das eigentlich sehr grosse Frauen Team der TTLer schrumpfte dann aber etwas, da Sonja und Daniela beide nicht starten konnten. Dies hinderte Daniela aber nicht daran, die TTLer vom Streckenrand kräftig zu unterstützen und auch noch das eine oder andere Foto zu machen!

Rappi - wie der Wettkampf unter Triathleten genannt wird - zeigte sich von seiner besten und vor allem sehr sommerlichem Seite mit überraschend warmem Wasser (ist Rappi dafür bekannt, dass meist in eher kaltem Wasser geschwommen wird). Mit 20 Grad war das Wasser ideal für ein Schwimmen mit Neopren und lockte sogar den einen oder anderen Triathleten, die erste Disziplin ohne Neo zu absolvieren.

Auch auf dem Velo erwarteten die Athleten beste Bedingungen mit herrlichem Sonnenschein und dementsprechend trockenen Bedingungen. Nur für das Laufen waren die sommerlichen Temperaturen sicher eine grössere Herausforderung. Doch auch hier hatten die Athleten wenigstens ein bischen Glück, ging noch ein leiser Wind, der die brennende Sonne zumindest etwas erträglicher machte.

Die TTLer hatten ganz unterschiedliche Ziele und persönliche Herausforderungen:

Für Nicole war das ihr erster Halbironman überhaupt. Dementsprechend war die Nervosität bei ihr wohl etwas höher und sie nahm den Wettkampf auf der einen Seite ganz unvoreingenommen und auf der anderen Seite mit etwas Respekt in Angriff. Im Wettkampf zeigte Nicole ganz souverän, was sie konnte und dass sie gut trainiert hatte. Und so genoss sie die letzten Meter bis zum Ziel mit einem grossen Lächeln. Das Resultat kann sich auf jeden Fall zeigen lassen und Nicole darf sich nun auch stolz Finisher eines Halbironman nennen!

Barbaras Ziele waren sehr hoch, denn sie hatte die Quali für die WM, die dieses Jahr in Südafrika stattfindet, im Visier. Nach einem etwas holprigem Start (irgendwie waren plötzlich Badekappe und Schwimmbrille weg) lief es Barbara super. Im Schwimmen fühlte sie sich gut, auf dem Rad konnte sie super Druck geben und knackte die 3-Stunden-Marke nur ganz knapp nicht. Das Laufen konnte sie mit einem komfortablem Vorsprung auf ihre Verfolgerin in Angriff nehmen. Dieser Vorsprung wurde zwar immer kleiner - doch sie konnte doch noch etwas davon ins Ziel retten und sich so nicht nur den Sieg in ihrer Kategorie, sondern auch die WM-Quali sichern!

Remos Ziel war relativ klar: er wollte besser sein als bei seiner Rappi-Premiere im letzten Jahr. Die vielen Schwimmtrainings hatten sich schon lange bemerkbar gemacht und es war eigentlich klar, dass die Schwimmzeit schneller sein würde. Beim Velo war er sich im Vorfeld nicht so sicher, ob die Form tatsächlich besser war - aber er schätzte sie zumindest ähnlich ein wie im letzten Jahr. Und die grosse Erwartung setzte er aufs Laufen, da er im vergangenen Jahr gezielter und strukturierter trainiert hatte. Wenn alles nach Plan laufen würde, sollte hier auch eine deutliche Verbesserung möglich sein. Und Remo konnte seine Erwartungen klar erfüllen. Im Schwimmen war er zwei Minuten schneller, auf dem Velo waren's drei Minuten und wie erwartet konnte er den grössten Sprung im Laufen verbuchen, wo er sich um acht Minuten verbesserte. Ziel also klar erreicht!

Für Thomas war Rappi quasi ein kleines Come back nach einer dreijährigen Wettkampfpause. In den letzten Jahren hatte Thomas seinen Fokus auf der Familie mit seinen beiden kleinen Kindern. Doch nun wollte er sehen, wo er mit seiner Form steht und so beschloss er, im 2018 wieder seine beiden "Standardwettkämpfe" Rappi und den Ironman Zürich in Angriff zu nehmen. Er war am Morgen selber neugierig, wie sich der Wettkampf anfühlen würde. In gewohnter Manier spulte Thomas die 70.3 Meilen ab und beim Abzweigen zum Ziel hatte er jedenfalls ein grosses, freundliches Lächeln im Gesicht und konnte sich so über einen geglückten Wiedereinstieg in den Triathlon freuen!

Domenico wollte mit dem Wettkampf in Rappi vor allem eine persönliche Standortbestimmung machen. Sein letztes Rennen war der Ironman in Italien, wo er auf dem Fahrrad gestürzt war und nun wollte er mit Rappi sehen, wo er stand und die Weichen für die weitere Saison (mit dem Ironman Zürich und seinem Saisonhöhepunkt dem Ironman Italy) stellen. Nach dem Rennen zeigte sich aber, dass Domenico nicht nur eine Standortbestimmung machen wollte, sondern ein klares Ziel hatte: die Zeit sollte unter 5 Stunden bleiben. Dies gelang ihm aber nicht, da er auf den letzten paar Kilometern das Tempo nicht mehr halten konnte und darum viel Zeit verlor. So schrammte er an seinem Ziel vorbei, was er mit einem "nei, ich ben überhaupt ned zfriede" kommentierte. Aber der Saisonhöhepunkt steht noch bevor und so kann sicher noch auf der bestehenden Form weiter aufgebaut werden.

Auch Jörg nahm den Wettkampf in Rappi in Angriff - wobei er dabei fast unbemerkt gelieben wäre. Für Jörg war Rappi ein weiterer Wettkampf in einer langen Liste von verschiedenen Wettkämpfen und sein Ziel war im Vorfeld nicht so detailliert definiert. Dafür war seine Analyse nach dem Rennen ganz spannend: ohne auf die Uhr zu schauen oder die Resultate und Zeiten studiert zu haben, konnte er relativ genau widergeben, was seine Zeiten waren und stellte dabei auch gleich fest, dass er gegenüber dem Vorjahr schlechter abgeschnitten hatte. Dies war jedoch nur eine neutrale Feststellung und für ihn nicht weiter negativ, sondern eigentlich erklärbar und somit auch ok.

Neben den Einzelathleten standen noch Sven, Salvi und Karen im Team im Einsatz. Karen übernahm die erste Disziplin, Sven legte die 90km auf dem Rad zurück und Salvi war der Läufer des Teams Tri Team Limmattal. Die Team-Athleten hatten den kleinen Nachteil, dass sie etwas später starteten und somit sich die Hitze auch mehr bemerkbar machte. Für Karen war dies nicht wirklich relevant, konnte sie von den perfekten Bedingungen im Wasser profitieren. Sven hatte vor allem in den Bergpassagen mit der Hitze und wohl auch mit der eigenen Müdigkeit zu kämpfen. Mit einer kurzen "Powerpause" auf der zweiten Runde konnte er sich aber wieder gut fangen und war nur wenig langsamer als geplant. Salvi konnte sich gut mit der Hitze arrangieren und lief den Halbmarathon ziemlich genau in der von ihm erwarteten Zeit. Die letzten paar Meter bis ins Ziel konnten die drei dann zusammen geniessen.

Auch Kurt war im Team unterwegs, wobei er das Schwimmen und Radfahren übernahm und die dritte Disziplin seinem Sohn Sandro überliess. Auch dem Team "Brawand Express" lief es gut und Vater und Sohn waren zufrieden mit ihrem Wettkampf.

Wir freuen uns, dass so viele TTLer in Rappi waren, dass alle gestarteten Athleten den Wettkampf erfolgreich finishen konnten und die TTLer im Grossen und Ganzen zufrieden waren. Natürlich ist es auch immer toll, einem neuen Ironman 70.3-Finisher gratulieren zu dürfen und ganz besonders freuen wir uns über den ersten Rang von Barbara und die Quali für die WM in Südafrika! Wir drücken jetzt schon die Daumen für einen tollen Wettkampf im Herbst und wünschen nun allen Athleten und Zuschauern gute Erholung!

Ironman 70.3 Rapperswil-Jona - 2018

Kat / Rang Name Schwimmen 1.9km Velo 90km Laufen 21.1km Total
M35 / 15. Remo Weber 0:30:47 2:26:23 1:37:14 4:39:46
M40 / 23. Thomas Mettler 0:31:09 2:36:56 1:34:56 4:50:22
M50 / 44. Domenico Di Sevo 0:34:25 2:43:24 1:49:24 5:13:25
M55 / 39. Jörg Leimgruber 0:32:51 3:04:53 1:58:01 5:44:14
W25 / 28. Nicole Schrade 0:37:51 3:0:43 1:53:42 5:50:10
W55 / 1. Barbara Kuster 0:40:39 3:00:21 2:04:27 5:51:16
Relay / 91. Team: Tri Team Limmattal 0:34:06 (Karen) 3:29:22 (Sven) 1:51:05 (Salvi) 5:58:54
Relay / 20.
Team: Brawand Express
0:37:41 (Kurt) 2:44:23 (Kurt) 1:30:48 (Sandro) 4:58:57

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 10. Juni 2018 um 22:13 Uhr
 

Son

03.

Juni

Triathlon de Sion und Triathlon 5150 Kraichgau - 2018
Geschrieben von: Karen Kleiner   

Die Triathleten sind schon mitten in der Saison und viele "Rappi-Athleten" haben sicher das schöne Sommerwetter genutzt für eine letzte längere Einheit, bevor es in die letzten Vorbereitungen geht für den grossen Event nächste Woche.

Aber zwei Tri Team Limmattal Athleten standen an diesem Wochenende an einem Triathlon im Einsatz:

Gordi Müller startete an der zweiten Austragung des Triathlons de Sion und Jeannine Zenker reiste ins nahe Ausland um am 5150 (olympische Distanz) in Kraichgau zu starten. Beide hatten sommerliche Bedingungen an ihrem Wettkampf und beide konnten ihren Wettkampf erfolgreich finishen:

Triathlon de Sion - Bericht von Gordi

Es war ein super geiles Race! In der wunderschönen Gegend von Les Iles in Sion bei perfektem Wetter und bei 29 Grad durfte ich meinen ersten "Windschatten-Triathlon" bestreiten.

Die 800m lange Schwimmstrecke führt längs und ohne Bojen über den See. Der Landstart gelang mir optimal und ich konnte mich sofort der Spitzengruppe anschliessen, fand schnell den "Neopren- Rhythmus" und hatte durch die gerade Strecke immer das Ziel im Blick. Als erster in meiner AK und etwa an vierter Position gings dann die lange Strecke zur Wechselzone.

Nach dem verpatzten Wechsel - beim Veloschieben hab ich bemerkt, dass mein Helm immer noch auf dem Velo-Lenker und nicht auf meinem Kopf sitzt - ging ich freiwillig (um keine Disqualifikation zu riskieren) nochmals zu meinem Wechselplatz zurück, hing das Velo nochmals auf und dann ging es wieder los und zu meinem ersten Windschatten-Race (Zeitfahr-Velos wurden von der Rennleitung toleriert). Etwa an achter Position liegend konnte ich mich einer Maschine anschliessen, die mich mit über 47km/h bis an die Feldspitze zog, wo ich dann auch mal kurzfristig (um das Gewissen zu beruhigen) die Spitze übernommen habe. Das hohe Tempo mochte ich aber nicht lange mithalten und beendete die 19km Velostrecke mit einem 44km/h Schnitt als zweiter in meiner AK und etwa an fünfter Position.

Beflügelt vom Veloteil nahm ich dann die 5.5km Laufstrecke unter die Füsse und legte doch noch den erwarteten Schnitt von 4:40 hin (bei 29 Grad sehr gut für mich) und habe am Schluss das Podest um nur gerade 26 Sekunden verpasst und wurde 5. in der AK 40+ (Veteranen).

Triathlon de Sion - 2018
Kat / Rang Name Schwimmen 0.8km Velo 19km Laufen 5.5km Total
40+ / 5. Gordi Müller 0:13:53 0:26:03 0:25:27 1:07:36

Triathlon 5150 Kraichgau - Bericht von Jeannine

Die Gegend ist absolut schön, aber das Rennen war brutal. Daran war nicht nur die coupierte Strecke schuld, sondern auch die Sonne, die heute ihr bestes gegeben hat.

Auf der Radstrecke habe ich kaum einen Rhythmus gefunden, da es ständig hoch und runter ging. Auch habe ich Zeit liegen lassen, als ich meine Trinkflasche verloren hatte.

Und die Laufstrecke war auch sehr anspruchsvoll. Ich habe jeden Verpflegungsstation genutzt, um mich runter zu kühlen und Flüssigkeit aufzunehmen. Es war nicht die beste Laufleistung, aber ein sehr gutes Training. (Für Jeannine war schon im Vorfeld klar, dass sie den Triathlon eher gemässigt angehen würde, da ihr grosses Saisonhighlight der Ironman 70.3 in Lahti sein wird und sie auch erst kürzlich das Training etwas reduzieren musste und darum am Wettkampf nichts forcieren wollte).

Trotz der ganzen Widrigkeiten bin ich happy mit dem Resultat, wo ich den 7. Platz in der AK und den 40. Rang Overall erreicht habe!

Triathlon 5150 Kraichgau - 2018
Kat / Rang Name Schwimmen 1.5km Velo 40km Laufen 10km Total
W35-39 / 7. Jeannine Zenker 0:35:05 1:27:24 0:57:04 3:05:41

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 04. Juni 2018 um 14:39 Uhr
 

Son

27.

Mai

Triathlon Frauenfeld - 2018
Geschrieben von: Karen Kleiner   

Am letzten Mai-Wochenende fand der Triathlon Frauenfeld statt. Dieses Jahr sorgte Remo Weber dafür, dass das Tri Team Limmattal vertreten war.

Für Remo galt es am Triathlon Frauenfeld vor allem etwas mehr Wettkampfpraxis zu sammeln. Und auch war für ihn der Wettkampf in der Ostschweiz sowas wie eine Generalprobe für den bevorstehenden Halbironman in Rappi in zwei Wochen. Im Vorfeld fühlte sich Remo fit und freute sich auf den Wettkampf.

Und genau so begann der Wettkampf auch: Remo fühlte sich wohl beim Schwimmen und hatte das Gefühl, dass er ganz ordentlich unterwegs war (obwohl er sich am Schluss doch eine etwas schnellere Zeit erhofft hatte). Das Velo fahren lief ihm gut - auch mit den beiden saftigen Anstiegen (wobei dieser das erste Mal gleich nach dem ersten Wechsel schon absolviert werden muss!). Aber auch diese Herausforderung meisterte Remo erfolgreich.

Beim letzten Wechsel auf s'Laufen hatte Remo etwas Pech, da er sich einen kleinen Metallsplitter am Fuss eingefangen hatte. Dies irritierte ihn dementsprechend beim abschliessenden Lauf, obwohl er da gar nicht wusste, woher der Schmerz kam. Daher nahm Remo das Tempo etwas raus, aber konnte sich alles in allem doch gut durschlagen. Und vor allem: er konnte sich um 7 Minuten gegenüber dem Vorjahr verbessern!

Generalprobe scheint also geglückt zu sein und wir wünschen nun gute Erholung und jetzt schon viel Glück für den bevorstehenden Halbironman vom 10. Juni!

Triathlon Frauenfeld - 2018
Kat / Rang Name Schwimmen (0.8km) Velo (34km) Laufen (7.2km) Total
AK 35-44 / 12. Remo Weber 0:14:11 1:00:48 0:29:47 1:46:35

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. Mai 2018 um 19:59 Uhr
 

Mit

23.

Mai

Nove Colli - 2018
Geschrieben von: Karen Kleiner   

Bericht gschrieben von Salvi Valenti (Nove Colli 2018 mit Sven Heger)

Am Sonntag waren Sven und ich am Nove Colli gemeinsam mit 11'998 anderen Teilnehmern. Obwohl gross Werbung gemacht wird, dass Teilnehmer aus 52 Nationen starten, waren aus meiner Sicht 97% der Teilnehmer Italiener.

Für uns war es eine sehr positive Erfahrung diese Tour zu meistern. Wir wussten beide nicht, was es heisst 205km zu trampen und 3840Hm zu erklimmen. Dank guter Einteilung und grosszügigen Pausen haben wir mit einer reinen Fahrzeit von 10 Stunden und 16 Minuten das Ziel erreicht!

Die Landschaft, das Wetter und die Atmosphäre waren einfach wunderschön und perfekt. Nach dem Start gingen die meisten gleich voll los und es war wirklich etwas verwirrend mit all den Fahrern, die dich links und rechts überholten. Extreme Konzentration war gefragt und schon auf den ersten 5 Kilometer kam es zu Unfällen. Beim ersten Anstieg kam es auch prompt zum Stau und wir mussten mindestens zwei Minuten warten, bis auch wir uns dem Anstieg widmen konnten. Nach dem zweiten Hügel war das Feld aber schon etwas lockerer und man hatte wieder etwas Luft.

Wir hatten uns vorgenommen, uns nach jedem Anstieg eine kurze Pause zu gönnen, damit wir die Zusatzschlaufe für die grosse Runde auch bestehen können. Am Schluss kamen wir noch in Stress und mussten uns nach dem vierten Hügel mit 18% Steigung noch beeilen, denn die Deadline für die grosse Runde war unseres Wissens 12:00 Uhr. Um 12:04 passierten wir den Posten. Zum Glück nehmen es die Italiener nicht so genau. So, jetzt waren wir auf der grossen Runde und es gab kein Zurück mehr.

Uns standen jetzt noch weitere 5 Hügel bevor, also etwa 100km und 2000 Höhenmeter. Es kam dann als nächster so ein kleiner giftiger, der Monte Tiffi, mit 3km Länge und mit bis zu 16% Steigung. Der forderte uns beide voll. Hügel 6 war dann nochmals 9km lang und Hügel 7 und 8 waren dann nur noch halb so schlimm. Aber dafür hatte es der der Letzte nochmals in sich mit 17% Steigung. Glücklich oben angekommen, mit der Meinung nun alle Höhenmeter geschafft zu haben, realisierten wir, dass auf den nächsten paar Kilometern sich noch fast 400Hm verstecken. Eine schön coupierte Strecke lag noch vor uns, bevor es runter nach Cesenatico geht.

Dann endlich kam die Tafel mit dem Hinweis 10km bis zum Ziel. Sven und ich haben uns dann schön abwechselnd mit einem guten Tempo dem Wind entgegengestellt und die letzten Kilometer abgespult. Überglücklich am Ziel zu sein, nahmen wir unsere Medaillen entgegen. Die Moderatorin stellte uns noch ein paar Fragen zum Wohlbefinden und ob uns das Rennen gefallen hat und fragte dann etwas "frech", ob wir wohl ein paar Pausen eingelegt haben.

Ich würde sagen: es war doch Sonntag, da geht man die Sache doch relaxt an, oder?

Wir, Sven und ich, haben es auch eher als Ausflug angesehen und alles genossen - auch den Teller "Penne al Sugo" auf dem Monte Tiffi.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. Mai 2018 um 16:51 Uhr
 

Son

13.

Mai

Ironman 70.3 Pays d'Aix - 2018
Geschrieben von: Karen Kleiner   

An diesem Wochenende stand der Ironman 70.3 Pays d'Aix auf dem Programm und vom Tri Team Limmattal stand Barbara Kuster an diesem mit vielen Höhenmetern gespicktem Wettkampf am Start. Die Bedingungen vor dem Wettkampf waren super, doch die Wettervorhersagen für den Wettkampftag liessen nicht viel Gutes erwarten. Kalt, nass - also so richtig kalt und auch so richtig nass sollte es am Sonntag werden. Nicht ganz einfache Bedingungen für Athleten und Organisatoren.

Doch Barbara liess sich davon auch im Vorfeld nicht entmutigen und bereitete sich so gut wie möglich auf diese widrigen Bedingungen vor. Das Schwimmen war noch angenehm im ca. 20-Grad warmen Wasser. Doch dies sollte das einzige bleiben, wo man von "warm" sprechen konnte an diesem Tag. Innerhalb kürzester Zeit fiel die Lufttemperatur auf unter 10 Grad, teilweise runter bis auf nur 8 Grad. Und mit Regen und Wind war die gefühlte Temperatur noch tiefer.

Doch wie erwähnt: Barbara hatte sich gut vorbereitet. Denn nur zu gut erinnerte sich Barbara an die Erzählungen von Monika vom Ironman Zürich vor genau 10 Jahren(!), wo sich das Wetter auch nicht von der besten Seite gezeigt hatte. Damals hatte sich Monika warm angezogen für die lange Velofahrt und im Verlauf des Wettkampfes hatte sich auch gezeigt, dass das eine gute Entscheidung war. Und mit diesen Erzählungen im Hinterkopf und im Wissen, dass sich warme Kleider lohnen würden, zog sich Barbara in Pays d'Aix auch entsprechend warm an: Regenjacke, Handschuhe, Schuhüberzüge, Kopfbedeckung unter dem Helm... Barbara packte sich richtig gut ein und nahm die 90km in Angriff. Auch wenn die Temperaturen frisch waren und auch der böige Wind die Athleten forderte so war es vor allem der Regen, der einen die Kälte bis auf die Knochen spüren liess. Und Barbara liess sich lange nicht von den Bedingungen beirren, doch am letzten Berg musste sie sich eingestehen, dass sie selbst schon beim Bergauffahren fror. Die Abfahrt danach war dann einfach mega-kalt. Und zu allem Übel mussten sich die Athleten neben dem Regen auch noch Hagel stellen. Nach der letzten Abfahrt - nur etwa 5km von der Wechselzone entfernt - war Barbara dann richtig durchfroren. Am Streckenrand hatte es ein Restaurant, das eigentlich viel mehr zu einem Erste-Hilfe-Posten geworden war, wo zahlreiche durchfrorene Athleten Unterschlupf und Wärme suchten

Das Restaurant war rammelvoll mit Athleten und auch Barbara musste der Kälte Tribut zollen und begab sich ins Restaurant, wo die Wartezeiten ungefähr eine Stunde war. Die erste Idee war, sich mit einem warmen Getränk aufzuwärmen. Es wurde dann aber relativ bald klar, dass der Wettkampf vorbei ist. So durchfroren wie die Athleten waren und mit dem Regen und dem böigen Wind wäre es nicht möglich gewesen, sich für das Laufen wieder einigermassen aufwärmen zu können.

Und so musste Barbara sich ihrem ersten "DNF" (Did not Finish) stellen. Doch die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Natürlich wäre es schön gewesen, diesen Wettkampf finishen zu können. Doch Barbara wusste schon da im Restaurant, dass sie sich nichts vorwerfen konnte, dass sie grossen Kampfgeist gezeigt hatte und darum war Barbara auch zufrieden mit ihrer Leistung!

Und dies auch zu Recht! Der Wille war da, der Kampfgeist war da und wenn auch ohne Finish, so wird der heutige Wettkampf sicher eine spezielle Erinnerung werden und die eine oder andere Geschichte hervorbringen!

Wir gratulieren Barbara zu ihrer Leistung und auch Koni hat hier einen Dank verdient - denn das Supporten bei diesen Bedingungen ist auch kalt, nass und unangenehm. Und... mit ganz leeren Händen kommt die Familie Kuster doch nicht nach Hause: Sohn Patrik konnte seinen Wettkampf in der Kategorie M25 finishen!

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. Mai 2018 um 21:31 Uhr
 
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