Sam

26.

August

Triathlon Uster und Ironman 70.3 Vichy - 2017
Geschrieben von: Karen Kleiner   

Wie immer Ende August ist in der Triathlonwelt wieder einiges los. So natürlich auch für das Tri Team Limmattal. Gleich sechs Athleten des Tri Team Limmattals standen am Start des Uster Triathlons: Jürg Mallepell startete über die Kurzdistanz und Ljubomir Milivojevic, Marcel Bellia, Gordi Müller, Remo Weber und Jeannine Zenker nahmen die olymische Distanz in Angriff. Und am Vortag standen noch zwei weitere Athleten im Einsatz, wo Domenico Di Sevo und Desirée Wagner am Ironman 70.3 Vichy starteten.

Triathlon Uster

Die Wettervorhersage versprach hochsommerliche Bedingungen für das Wochenende und es war schon einige Tage im voraus klar, dass das Schwimmen ohne Neo stattfinden würde (was sich auch im letzten Schwimmtraining vor dem Wettkampf zeigte, wo auch die hartgesottenen Neo-Schwimmer wieder einmal ohne Gummianzug ins Wasser stiegen). Am Wettkampftag war es zwar wie vorhergesagt sehr warm, doch dank etwas Bewölkung wurde das totale Hitzerennen etwas vermieden.

Als erstes stand Jürg Mallepell am Morgen am Start, da er über die Kurzdistanz startete.

Sein Feedback nach dem Rennen: "Wenn man gewinnt, gibt es keinen Grund zu meckern und ich bin sehr zufrieden mit meinem Wettkampf. Mit Neo bin ich im Schwimmen eine "Macht", ohne Neo nur noch gut. Mit meiner "ohne-Neo-Schwimmzeit" kann ich mich anfreunden, die Differenz zum letzten Jahr würde ich der etwas längeren Schwimmstrecke zuschreiben. Beim Wechsel auf das Rad verliere ich gemäss der Zeitmessung am meisten Zeit auf meine Konkurrenten. Ich würde aber gerne einmal die Wechselzeit nach ca. 500m auf dem Velo messen. Es ist klar, wenn ich im Stehen wie ein Storch - mit nassen Füsen notabene - Socken und Schuhe anziehen muss, sehe ich alt aus. Ok, das entspricht ja eigentlich auch der Tatsache. Doch einen Teil der verlorenen Zeit mache ich gegenüber meinen Konkurrenten sicher beim Anfahren wieder gut. Meine reine Radleistung war stark und mit dem Laufen stehe ich auch nicht mehr ganz so krass auf Kriegsfuss. Locarno kann kommen!" Wir freuen uns über das tolle Ergebnis und gratulieren Jürg zu seinem ersten Rang!

Etwas später galt es für Remo, Marcel, Gordi, Ljubomir und Jeannine ernst.

Gordi wollte eigentlich nicht Vollgas geben, da er in einer Woche über die Mitteldistanz in Locarno starten wird. Doch das mit dem "ruhig angehen" wurde ihm schon nach der Hälfte der Schwimmdistanz zu langweilig und so drehte er dann das Tempo doch etwas hoch. Und dieser Effort lohnte sich auch, konnte Gordi seine eigene Bestzeit über die olymische Distanz knacken. Ihm lief das Rennen wirklich gut und trotz Temperaturen an der oberen Grenze fand er, die Bedingungen waren ideal. Locarno kann also kommen!

Für Remo lief das Rennen nicht ganz so, wie er es sich erhofft hatte. Vor dem Start war alles noch in Ordnung, doch während dem Schwimmen verspürte er plötzlich starke Kopfschmerzen, was ihn auch auf dem Velo beschäftigte ausbremste. Ihm war klar, dass heute nicht sein Tag war und er nicht seine gewohnte Leistung würde abrufen können. Auch beim Laufen hatte es so richtig "gepoltert" in seinem Kopf und er wollte einfach den Wettkampf finishen und hat die Laufstrecke daher in eher gemütlicherem Tempo absolviert. Fazit von Remo: der erste Triathlon-Wettkampf, nachdem er richtig enttäuscht ist.

Marcel hatte noch eine kleine Rechnung offen, musste er den letzten Wettkampf in Nyon wegen Magenproblemen aufgeben. Daher war Marcel umso motivierter und war auch überzeugt, dass das Rennen gut kommen wird. Motiviert nahm er die Strecke am Sonntag Vormittag in Angriff und konnte in allen drei Disziplinen zeigen, was er drauf hat und erreichte so auch einen genialen Top Ten Rang. So konnte Marcel den Rest des Sonntages mit einem guten Gefühl eines erfolgreichen Wettkampfes geniessen.

Für Ljubomir war der Wettkampf der Wiedereinstieg nach einer verletzungsbedingten Pause und seine Erwartungen waren simpel: einfach Spass haben. Sein Ziel war es, den Wettkampf zu finishen ohne dazwischen anhalten zu müssen. Nur beim Velo wollte er etwas Gas geben und richtig gut auf die Pedale drücken. Doch beim Schwimmen, war es mehr ein "Mitschwimmen" und auch im Laufen wollte er nicht bis an seine Grenzen gehen. Die Strategie ging auf und er konnte sein Ziel und Erwartungen erfüllen: Spass haben und den Wettkampf ohne anzuhalten zu finishen.

Jeannine war nach dem Wettkampf richtig glücklich. Auch sie konnte eine neue Bestzeit auf der olymischen Distanz für sich verbuchen. Was sie auch besonders freute, war die Tatsache, dass sie die gesamte Schwimmstrecke im Kraulstil durchziehen konnte ohne Panik zu haben. Der Knoten habe sich geöffnet und jetzt könne sie richtig Gas geben. Voller Motivation wird sie darum vielleicht auch noch einen weiteren Triathlon in dieser Saison bestreiten. Auf dem Rad lief es ihr erwartungsgemäss gut und auch wenn das Laufen etwas mühsam war, konnte sie auch diese Disziplin durchziehen und so den Wettkampf erfolgreich finishen.

Wir freuen uns, dass alle Athleten erfolgreich finishen konnten und auch wenn es nicht allen ganz nach Wunsch verlief, so ist das Gesamtergebnis sicher toll und allen anderen wird's beim nächsten Mal sicher wieder besser laufen. Herzliche Gratulation an alle für die tollen Leistungen!

Triathlon Uster (olympische Distanz) - 2017
Kat / Rang Name Schwimmen 1.5km Velo 40km Laufen 10km Total
M35-44/36. Remo Weber 0:31:18 1:00:34 0:44:12 2:19:09
M35-44/10. Marcel Bellia 0:26:15 0:57:27 0:38:47 2:05:04
M45-55/15. Gordi Müller 0:27:15 0:58:51 0:46:24 2:15:30
M45-55/110. Ljubomir Milivojevic 0:38:12 1:09:37 0:53:25 2:45:07
F35-44/16. Jeannine Zenker 0:37:06 1:04:24 0:54:31 2:40:21

Triathlon Uster (Short Distance) - 2017
Kat / Rang Name Schwimmen Velo Laufen Total
M55-64/1. Jürg Mallepell 0:13:25 0:29:51 0:21:49 1:08:44

Ironman 70.3 Vichy

Auch in Frankfreich waren die Bedingungen an diesem Wochenende sehr sommerlich und die Athleten mussten ihren Wettkampf bei eher heissen Bedingungen absolvieren. Für Domenico lief die Auftaktdisziplin nicht nach Wunsch und er war gar nicht zufrieden mit seiner Schwimmleistung. Auf dem Velo ging es dann etwas besser und auch nach dem Wettkampf meinte er, dass die Leistung zwar nicht top war, aber doch so weit ok. Allerdings hatte er sich dann auf dem Laufen eigentlich wieder mehr erhofft, meinte aber ganz realistisch, dass wohl einfach nicht mehr machbar war, mit den Voraussetzungen (verletzungsbedingt reduziertes Training, sowie Vorermüdung von anderen Wettkämpfen). Auch wenn er insgesamt nicht sonderlich happy war mit seinem Wettkampf, war er am Schluss aber wie immer froh, dass er den Wettkampf bestreiten und vor allem auch finishen konnte.
Etwas anders lief es für Desirée: sie konnte einmal mehr einen super Wettkampf zeigen und es lief ihr in allen Disziplinen richtig gut. Vor allem aber das Velo war super. Ihr gefiel die Velostrecke - welche mit nichts in der Schweiz zu vergleich sei. Hier konnte sie einmal mehr ihre Stärke ausspielen und gab richtig Gas. Auf dem abschliessendem Lauf konnte sie ihre Position verteidigen und durfte sich im Ziel nicht nur über den Sieg in ihrer Alterskategorie freuen. Denn auch dieses Jahr hat Desirée - eigentlich für die Ironman-Rennen etwas unüblich - sich ihre WM-Quali für das Folgejahr schon gesichert. So wird Desirée in wenigen Wochen an der diesjährigen Ironman 70.3-WM starten und kann sich danach gleich entsprechend auf das nächste Jahr fokussieren, wo sie sich mit dem Rennen in Vichy nun erneut für die Ironman 70.3-WM qualifiziert hat.

Wir gratulieren den Athleten für ihre Leistungen.

Ironman 70.3 Vichy -2017
Kat / Rang Name Schwimmen 1.9km Velo 90km Laufen 21.1km Total
F30 / 1. Desirée Wagner 0:33:25 2:23:28 1:33:05 4:35:21
M45 / 55. Domenico Di Sevo 0:45:20 2:32:37 1:36:42 5:04:39

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 27. August 2017 um 18:50 Uhr